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09.10.2018

| 153/2018

Karawanskij fordert Pflege-Tarif und Systemwechsel in Rentenpolitik

Brandenburgs Sozialministerin Susanna Karawanskij plädiert für einen einheitlichen Tarifvertrag in der Pflege. „Sehr gerne würde ich einen solchen Tarifvertrag für allgemeinverbindlich erklären“, betonte Karawanskij heute auf einer Konferenz für Seniorinnen und Senioren bei der Gewerkschaft Verdi Berlin-Brandenburg. Die Gesundheits- und Pflegeberufe müssten dringend aufgewertet werden, sagte Karawanskij.

Karawanskij forderte zudem einen Systemwechsel in der Rentenpolitik. „Ein Sicherungsniveau vor Steuern von 48 Prozent wird nicht ausreichen, Altersarmut zu vermeiden – selbst bei zusätzlicher privater Altersvorsorge. Dem Bund fehlt der Mut, die Probleme energisch anzugehen. Der Bund muss sich von reinen Zahlenspielen lösen und sich den strukturellen Problemen widmen.“ Eine steuerfinanzierte solidarische Mindestrente würde entscheidend dazu beitrage, Armut im Alter zu verhindern, so Karawanskij.

Karawanskij erwartet steigende Altersarmut in Brandenburg. Zunehmend würden sich in den nächsten Jahren Unterbrechungen in den Erwerbsverläufen bemerkbar machen. Die Rentnerinnen und Rentner in Brandenburg könnten in den seltensten Fällen auf eine private oder betriebliche Altersvorsorge zurückgreifen – die Alterseinkommen würden zu mehr als 90 Prozent aus der gesetzlichen Rente bestritten. „Da ist die Entwicklung der gesetzlichen Rente und ihres Sicherungsniveaus von existenzieller Bedeutung“, so Karawanskij.

Karawanskij betonte, dass die Gewerkschaften für sie wichtige Partner auf dem Weg zu einer gerechten Gesellschaft seien. „Ich möchte unbedingt die gewachsene, vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit meines Hauses mit der Gewerkschaft Verdi fortsetzen“, sagte sie. Zu der Seniorenkonferenz erwartet die Gewerkschaft Verdi mehr als 80 Delegierte aus Berlin und Brandenburg.

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