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14.02.2019

| 019/2019

One Billion Rising 2019 in Brandenburg

Mit dem Aktionstag „One Billion Rising“, der seit 2013 jährlich am 14. Februar begangen wird, sollen Mädchen* und junge Frauen* weltweit für den gemeinsamen Kampf gegen Gewalt an Mädchen* und Frauen* aktiv werden und die Öffentlichkeit wachrütteln und sensibilisieren. Mit zielgruppengerechten Aktionen wie Tanzflashmobs, Filmabenden und Tanzdemonstrationen wird auch in Brandenburg aktiv auf das Thema hingewiesen. Initiiert werden die Angebote rund um den 14. Februar in Brandenburg meist von Frauenhäusern und Gewaltberatungsstellen, engagierten kommunalen Gleichstellungsbeauftragten, und Fachkräften aus der Mädchen*arbeit.

Am 14. Februar treffen der allgegenwärtige Valentinstag mit Fokus auf Liebesschwüre und Romantik auf sein diametrales Gegenstück, One Billion Rising. Denn plötzlich wird offenbar, was immer wieder passiert. In der Hauptsache erfahren Mädchen* und Frauen* Gewalt in Paarbeziehungen bereits im Teenageralter. In Social Media Kanälen ist Beziehungsgewalt in Form von Cybermobbing und Bodyshaming besonders präsent. Aber auch starke Reglementierung des eigenen Verhaltens, körperliche sowie sexualisierte Gewalt sind Themen in jugendlichen Beziehungen. Das Phänomen wird seit einigen Jahren als „Teen-Dating-Violence“ zusammengefasst.

Frauenministerin Susanna Karawanskij nimmt den One Billion Rising zum Anlass, Frauen und Mädchen zu mehr Selbstbewusstsein aufzurufen. Gleichzeitig stellte die Ministerin erneut fest, dass Mädchen* und Frauen* nicht selbst schuld sind, wenn sie Opfer von Gewalt werden. „Mit dem Beschluss des Brandenburger Landtages zur Parität ist Gleichberechtigung noch nicht erreicht, aber ein weiterer und zwar großer Schritt in die Richtung geschafft. Ich will, dass es normal wird, dass Frauen wie Männer in Aufsichtsräten, Vorständen, Geschäftsführungen, in Vereinsvorständen und überall leitend tätig sein können oder sind. Ich will, dass Gewalt in unserer Gesellschaft keinen bejubelten Platz mehr hat. Dafür müssen wir zusammenstehen und gute Lebensbedingungen organisieren.“

Die Landesgleichstellungsbeauftragte Monika von der Lippe ergänzt: „Gewalt gegen Frauen ist keine Frage des Alters. Prävention gegen Gewalt kann aber nicht früh genug ansetzen! Ich freue mich, dass der Aktionstag One Billion Rising mit seinen bunten und fröhlichen Veranstaltungen gerade auch junge Frauen und Mädchen erreicht. Sie gegen Gewalt stark zu machen, ist eine wichtige Aufgabe. Auch an den anderen 364 Tagen im Jahr ist die Mädchenarbeit in Brandenburg daher unverzichtbar. Im Land Brandenburg gibt es fünf feste Mädchentreffs: in Potsdam, Schwedt, Cottbus, Lauchhammer und Teltow. Zudem gibt es viele Angebote in gemischtgeschlechtlichen Kinder- und Jugendfreizeiteinrichtungen. 2019 soll ein neuer Mädchen*treff in Brandenburg/ Havel eröffnen.“

Mareike Vorpahl, Leiterin der Kontakt und Koordinierungsstelle für Mädchen*arbeit im Land Brandenburg (KuKMA) weist darauf hin: „One Billion Rising als Aktionstag ernst zu nehmen und Angebote zu gestalten, da aus ersten Gewalterfahrungen im Beziehungskontext häufig eine ´Chronifizierung von Gewalt´ entsteht“.

Hierunter ist zu verstehen, dass junge Menschen, die in ihren ersten Beziehungen Gewalt erlebt haben, diese auch in späteren Beziehungen als Teil des „Normalen“ hinnehmen. 80 Prozent der in gewaltvollen Beziehungen befindlichen Jugendlichen gibt an, ihre Beziehung deswegen nicht beenden zu wollen. One Billion Rising möchte eben diese Normalität durchbrechen und Mädchen* und junge Frauen* von Beginn an dafür sensibilisieren, dass sie ein Recht auf ein Leben und Liebe ohne Gewalt haben. Auch deswegen sind Angebote der Mädchen*arbeit unerlässlich und brauchen eine starke Förderung.

Hinweise zu in Brandenburg geplanten Aktionen finden Sie unter:

Kontakt:
Monika von der Lippe
Landesbeauftragte für die Gleichstellung von Männern und Frauen
Henning-von-Tresckow-Straße 2-13, Haus S, 14467 Potsdam
Telefon: 0331 866-5015
E-Mail: landesgleichstellungsbeauftragte@masgf.brandenburg.de
Internet: www.gleichstellung.brandenburg.de

KuKMA / Kontakt- und Koordinierungsstelle für Mädchenarbeit im Land Brandenburg
Schulstr. 9, 14482 Potsdam
Tel: 0331 5813-241 / Mobil: 0157 / 87914364
E-Mail: info@kukma.de
Internet: http://www.kukma.de

Ident-Nr
019/2019
Datum
14.02.2019
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