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25.01.2019

| 008/2019

Land hilft Geflüchteten beim Einstieg in Gesundheitsberufe

Vom Kennenlernen des deutschen Gesundheitswesens bis hin zu Soft Skills: Das Modellprojekt „National Matching Brandenburg“ arbeitet intensiv daran, Geflüchtete und Zugewanderte mit Gesundheitsberufen als Fachkräfte an Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen zu vermitteln. Gesundheitsstaatssekretär Andreas Büttner sagte: „Die gezielte Betreuung und Vorbereitung trägt dazu bei, Geflüchtete und andere Zugewanderte möglichst schnell wieder in den Beruf zu integrieren. Zugleich hilft uns das Projekt, dem Fachkräftemangel im Gesundheitswesen zu begegnen.“ Büttner überreichte heute in Klettwitz einen Förderbescheid über die zweite Projektphase. Bis Ende 2020 fließen 310.100 Euro.

Das Projekt wird umgesetzt von einer Kooperationsgemeinschaft der Wequa GmbH Lauchhammer, der Klinikum Campus GmbH Klettwitz und der Adler Management UG Berlin. Bisher traten 146 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 29 Ländern in das Projekt ein. 40 wurden bisher in Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisse vermittelt. Viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren nicht sofort arbeits- oder ausbildungsfähig, sondern haben zunächst die notwendigen Sprachkenntnisse erworben und eine Anerkennung ihrer Ausbildung angestrebt.

Büttner: „Die Idee stammt aus Schweden, außerdem haben wir Anleihen in Großbritannien und Tschechien genommen. Es zahlt sich jetzt aus, dass wir uns frühzeitig auf die Suche nach Lösungen für den sich abzeichnenden Fachkräftemangel im Gesundheitswesen gemacht haben. Die Menschen können ein Gewinn sein, gleichwohl müssen wir an den Baustellen Spracherwerb, kulturelle und ethische Wertevermittlung weiter arbeiten.“

Die Teilnehmenden werden unterstützt bei der Auswahl der richtigen Sprachkurse und Qualifizierungsmodule sowie bei der Anerkennung von Schul- und Berufsabschlüssen. Weiterhin beinhalt das Angebot eine Basiskompetenzausbildung für das deutsche Gesundheitswesen. Mit einem speziellen Verfahren werden ihre weichen Kompetenzen (Soft skills) erfasst und mit den Bedürfnissen der Arbeitgeber abgeglichen („Matching“).

Das Projekt arbeitet eng mit Jobcentern und Behörden zusammen und wird durch die AOK Pflegeakademie unterstützt. Als Arbeitgeber beteiligen sich unter anderem Kliniken in Senftenberg, Strausberg, Cottbus, Eberswalde, Altenpflegeeinrichtungen und das Ärztenetz Südbrandenburg sowie einige Reha-Einrichtungen. Im Zuge des Projekts konnten zudem bereits Ärztinnen und Ärzte aus Berlin nach Brandenburg vermittelt werden.

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