Hauptmenü

26.08.2019

| 133/2019

Pflegeoffensive - Ministerin Karawanskij: „Pflege ist mehr als ‚Hilfe bei Verrichtungen‘“

Im Rahmen ihrer landesweiten Gespräche zur Pflegesituation in Brandenburg besuchte Sozialministerin Susanna Karawanskij heute die AWO-Sozialstation in Peitz. Dies Sozialstation ist eine von zwei Pflegediensten, die im Projekt „Menschen mit Demenz und deren Angehörige ambulant unterstützen“ des AWO-Landesverbandes Brandenburg e.V. mitarbeiten. Das Projekt wird im Rahmen der Brandenburger Pflegeoffensive durch das Sozialministerium mit insgesamt 70.000 Euro gefördert. Ministerin Karawanskij würdigte die Arbeit der Sozialstation und das Engagement der Mitarbeitenden für Menschen, die an Demenz erkrankt sind. Nicht zu unterschätzen sei auch hier, dass die Angehörigen mit in den Blick genommen werden.

Ziel des Projektes, das noch bis 31. Dezember 2019 läuft, ist es, das derzeitige Leistungsangebot in der ambulanten Pflege unter Beachtung der Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes anzupassen. Mit dem zweiten Pflegestärkungsgesetz hat der Gesetzgeber einen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff Anfang 2017 eingeführt. Dieser berücksichtigt auch an Demenz erkrankte Menschen.

„Die Umsetzung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs ist seit dem Abschluss der Neueinstufung der Pflegebedürftigen in die fünf Pflegegrade leider etwas in den Hintergrund getreten. Um zukunftsfähig zu sein, muss es darum gehen, das neue Verständnis von Pflege auch in der Pflegepraxis zu etablieren. Deshalb sind wir sehr gespannt auf die Ergebnisse des zweijährigen Prozesses“, so die Ministerin.

Und weiter: „Pflege wird häufig leider immer noch auf ‚Hilfe bei Verrichtungen‘ reduziert. Sie muss künftig noch viel stärker darauf ausgerichtet werden, die Selbständigkeit der Pflegebedürftigen möglichst lange zu erhalten und zu fördern. Pflege muss verstanden werden als Unterstützung im Umgang mit den Folgen von Krankheit bzw. funktionellen Beeinträchtigungen. Hierbei erhalten Aufklärung und Anleitung von pflegenden Angehörigen in der ambulanten Praxis einen weitaus höheren Stellenwert als im System des „alten“ Pflegebedürftigkeitsbegriffs.“

Kontakt

Pressestelle

Organisation:
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie des Landes Brandenburg
Abteilung:
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Ansprechpartner:
E-Mail:
presse@­masgf.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5044
Fax:
+49 331 866-5049

Pressesprecherin

Ansprechpartner:
Gerlinde Krahnert
E-Mail:
presse@­masgf.brandenburg.de
Telefon:
+49 331 866-5040
Telefon 2:
+49 170 73 20 779