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31.07.2019

| 115/2019

Arbeitsministerin Karawanskij: Chancen für Langzeitarbeitslose weiter verbessern

Arbeitsmarktzahlen Juli 2019

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen hat sich im Land Brandenburg in den zurückliegenden fünf Jahren fast halbiert: Waren im Sommer 2014 noch über 50.500 Menschen in Brandenburg länger als ein Jahr ohne Arbeit und zählten damit zur Gruppe der Langzeitarbeitslosen, sind es laut der aktuellen Arbeitsmarktstatistik heute nur noch rund 28.200. Arbeitsministerin Susanna Karawanskij: „Das ist ein großer Erfolg. Die Langzeitarbeitslosigkeit ist auf dem Rückzug. Langzeitarbeitslose profitieren immer stärker von der guten Entwicklung am Arbeitsmarkt. Das war lange nicht der Fall. Und das ist kein Selbstläufer! Neben der steigenden Personalnachfrage in fast allen Branchen tragen vor allem auch die verbesserten Förderinstrumente Früchte. Brandenburg unterstützt seit vier Jahren erfolgreich Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften individuell und intensiv mit Integrationsbegleitern. Der Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit ist und bleibt ein Schwerpunkt der Brandenburger Arbeitspolitik. Die Landesregierung wird auch in Zukunft Langzeitarbeitslose und Alleinerziehende besonders unterstützen.“

Brandenburg unterstützt Menschen, die es am Arbeitsmarkt besonders schwer haben, unter anderem mit dem Landesprogramm „Integrationsbegleitung für Langzeitarbeitslose und Familienbedarfsgemeinschaften“. Dafür stehen im Förderzeitraum von August 2015 bis Juli 2020 rund 40 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. In der ersten Förderrunde, die im Januar 2018 endete, konnten rund 3.680 Brandenburgerinnen und Brandenburger von dem Förderprogramm profitieren. 33,5 Prozent von ihnen schafften mithilfe des Programms den Übergang in eine Erwerbstätigkeit oder in eine berufliche Aus- und Weiterbildung. In der aktuell laufenden Förderrunde wurden bislang weitere 2.890 von Langzeitarbeitslosigkeit betroffene Menschen unterstützt.

Karawanskij: „Das Landesprogramm wirkt. Und das Beste daran ist, dass in den meisten Fällen nicht nur dem Langzeitarbeitslosen selbst, sondern mit ihm oder mit ihr zugleich Familienangehörigen, vor allem Kindern, eine Chance eröffnet wird, aus der Armut herauszufinden. Diesen Weg werden wir weitergehen.“

Das Arbeitsministerium unterstützt außerdem Langzeitarbeitslose mit der „Richtlinie zur Förderung von sozialpädagogischer Begleitung und fachlicher Anleitung in Sozialbetrieben im Land Brandenburg“. Dieses Förderinstrument startete im Dezember 2016 und läuft bis Ende 2022. Dafür stehen 6,5 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) zur Verfügung. Bis 2022 sollen zehn Sozialbetriebe im Land Brandenburg etabliert sein. In den Sozialbetrieben werden Langzeitarbeitslose mit Produktivitätseinschränkungen und Vermittlungshemmnissen marktnah beschäftigt, gefördert und schließlich in den regulären Arbeitsmarkt integriert.

Seit Anfang des Jahres stehen mit dem Teilhabechancengesetz des Bundes neue Unterstützungsangebote auch für Langzeitarbeitslose zur Verfügung. Damit erhalten zum Beispiel Arbeitgeber Lohnkostenzuschüsse, wenn sie Langzeitarbeitslose sozialversichert einstellen. Arbeitsministerin Karawanskij: „Brandenburg hat dem Gesetz im Bundesrat zugestimmt, weil es der richtige Weg ist. Es wurde höchste Zeit, dass der Bund sich im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit stärker engagiert.“

Vom Bund fordert Arbeitsministerin Karawanskij eine bessere finanzielle Ausstattung der Jobcenter: „Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Jobcentern leisten gute Arbeit. Allerdings muss der Bund die finanziellen Rahmenbedingungen der Jobcenter weiter verbessern, damit Langzeitarbeitslose, ältere Arbeitslose und Alleinerziehende noch besser beraten werden können. Auch dafür wird sich Brandenburg weiter einsetzen.“ Zuletzt stimmte der Bundesrat im März 2018 einstimmig für einen entsprechenden Entschließungsantrag der Länder Berlin, Brandenburg, Bremen, Rheinland-Pfalz und Thüringen. Die Länderkammer forderte die Bundesregierung damit auf, im Bundeshaushalt für eine aufgabengerechte Mittelausstattung der Jobcenter zu sorgen.

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren im Juli 2019 in Brandenburg 75.986 Menschen arbeitslos, davon 33.909 Frauen (44,6 Prozent). Das sind 1.630 Personen mehr als im Juni 2019 und 5.854 weniger als im Juli 2018. Die Arbeitslosenquote lag bei 5,7 Prozent, das sind 0,5 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr.

Im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl der jungen Arbeitslosen im Alter von 15 bis unter 25 Jahren um 1,3 Prozent auf 6.295 gesunken. Die Zahl der älteren Arbeitslosen im Alter von 50 Jahren und älter ist im Vergleich zum Vorjahr um 8,2 Prozent auf 29.418 gesunken.

Im Mai 2019 hatten 853.500 Brandenburgerinnen und Brandenburger eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, 6.000 Personen mehr als vor einem Jahr.

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