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Frauen vor Gewalt schützen

Eine traurige Frau fässt sich an den Kopf, Foto: © Oleksandr / Fotolia

Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder muss entschlossen bekämpft werden. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Die ganze Gesellschaft ist gefordert, hinzuschauen und zu handeln.

  • Im Jahr 2016 gab es laut der polizeilichen Kriminalstatistik in Brandenburg insgesamt 2.123 Straftaten gegen Frauen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, im Jahr 2015 waren es 2.028 Straftaten. Es ist aber von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.
  • Das Land Brandenburg hat ein landesweites Netz von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 21 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht.
  • 516 Frauen und 598 Kinder fanden im Jahr 2016 dort Schutz. Zusätzlich ließen sich dort fast 3.278 Frauen beraten – mehr als je zuvor.
Eine traurige Frau fässt sich an den Kopf, Foto: © Oleksandr / Fotolia
Foto: © Oleksandr / Fotolia

Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder muss entschlossen bekämpft werden. Häusliche Gewalt ist keine Privatsache. Die ganze Gesellschaft ist gefordert, hinzuschauen und zu handeln.

  • Im Jahr 2016 gab es laut der polizeilichen Kriminalstatistik in Brandenburg insgesamt 2.123 Straftaten gegen Frauen im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt, im Jahr 2015 waren es 2.028 Straftaten. Es ist aber von einer hohen Dunkelziffer auszugehen.
  • Das Land Brandenburg hat ein landesweites Netz von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 21 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht.
  • 516 Frauen und 598 Kinder fanden im Jahr 2016 dort Schutz. Zusätzlich ließen sich dort fast 3.278 Frauen beraten – mehr als je zuvor.

Aktuell: Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen zur Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung von Arbeit mit Tätern bei häuslicher Gewalt in Brandenburg

Das Frauenministerium sucht für ein landesgefördertes Angebot für die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt einen Projekträger. Geplante Laufzeit des Projektes: 01.09.2019 bis 31.12.2020. Die Antragsfrist endet am 29. Juli 2019.

Weiterlesen: Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen zur Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung von Arbeit mit Tätern bei häuslicher Gewalt in Brandenburg (Stand: 11. Juli 2019).

Das Frauenministerium sucht für ein landesgefördertes Angebot für die Arbeit mit Tätern häuslicher Gewalt einen Projekträger. Geplante Laufzeit des Projektes: 01.09.2019 bis 31.12.2020. Die Antragsfrist endet am 29. Juli 2019.

Weiterlesen: Aufruf zur Einreichung von Projektanträgen zur Gewährung von Zuwendungen zur Umsetzung von Arbeit mit Tätern bei häuslicher Gewalt in Brandenburg (Stand: 11. Juli 2019).


Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder

Die Landesregierung Brandenburg legt seit 2001 den Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder auf.

Im Landesaktionsplan sind alle Maßnahmen der gesamten Landesregierung gebündelt. Die Handlungsfelder sind unter anderem:

  • Sensibilisierung für Häusliche Gewalt bereits im Kindes- und Jugendalter
  • Prävention stärken, alle Gewaltformen in den Blick nehmen
  • Zuflucht- und Beratungsangebote erhalten, entwickeln und miteinander vernetzen
  • Maßnahmen zum Schutz der Opfer von Gewalt stärken
  • Strukturen gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution stärken, Umsetzung des Prostitutions- und Prostituiertenschutzgesetzes begleiten

Die Landesregierung Brandenburg legt seit 2001 den Landesaktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und ihre Kinder auf.

Im Landesaktionsplan sind alle Maßnahmen der gesamten Landesregierung gebündelt. Die Handlungsfelder sind unter anderem:

  • Sensibilisierung für Häusliche Gewalt bereits im Kindes- und Jugendalter
  • Prävention stärken, alle Gewaltformen in den Blick nehmen
  • Zuflucht- und Beratungsangebote erhalten, entwickeln und miteinander vernetzen
  • Maßnahmen zum Schutz der Opfer von Gewalt stärken
  • Strukturen gegen Frauenhandel und Zwangsprostitution stärken, Umsetzung des Prostitutions- und Prostituiertenschutzgesetzes begleiten

Frauenhäuser im Land Brandenburg

Eine Mutter hält ihr Kind auf dem Arm, Foto: © ulza / Fotolia

Das Land Brandenburg hat ein landesweites Netz von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 22 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht.

Die Frauenschutzeinrichtungen bieten ein qualifiziertes Hilfeangebot. Die Frauen finden dort mit ihren Kindern jederzeit und unabhängig vom Wohnort Aufnahme. Sie werden von Sozialarbeiterinnen oder Sozialpädagoginnen beraten und begleitet und bei der Betreuung der Kinder unterstützt.

Ein weiteres Aufgabenfeld der Frauenhäuser ist die externe Beratung und Krisenintervention für Frauen, die nicht in ein Frauenhaus gehen wollen.

In jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt befindet sich mindestens ein Frauenhaus oder eine Beratungsstelle mit angeschlossener Zufluchtswohnung. Die Einrichtungen werden von Land, Kommunen und Trägern sowie aus Spenden finanziert (Merkblatt zur Information über die Gewährung von Zuwendungen).

Die Adressen von Frauenhäusern und Notunterkünften sind aus Sicherheitsgründen geschützt. Eine Kontakt-Übersicht finden Sie hier:

Eine Mutter hält ihr Kind auf dem Arm, Foto: © ulza / Fotolia
Foto: © ulza / Fotolia

Das Land Brandenburg hat ein landesweites Netz von Frauenhäusern, Frauenberatungsstellen und Zufluchtswohnungen. 22 Schutzeinrichtungen bieten bei akuter Bedrohung Zuflucht.

Die Frauenschutzeinrichtungen bieten ein qualifiziertes Hilfeangebot. Die Frauen finden dort mit ihren Kindern jederzeit und unabhängig vom Wohnort Aufnahme. Sie werden von Sozialarbeiterinnen oder Sozialpädagoginnen beraten und begleitet und bei der Betreuung der Kinder unterstützt.

Ein weiteres Aufgabenfeld der Frauenhäuser ist die externe Beratung und Krisenintervention für Frauen, die nicht in ein Frauenhaus gehen wollen.

In jedem Kreis und jeder kreisfreien Stadt befindet sich mindestens ein Frauenhaus oder eine Beratungsstelle mit angeschlossener Zufluchtswohnung. Die Einrichtungen werden von Land, Kommunen und Trägern sowie aus Spenden finanziert (Merkblatt zur Information über die Gewährung von Zuwendungen).

Die Adressen von Frauenhäusern und Notunterkünften sind aus Sicherheitsgründen geschützt. Eine Kontakt-Übersicht finden Sie hier:

Die Frauenhäuser organisieren sich im Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser. Dies stellt auf seinem Internetportal Informationsmaterial zur Verfügung, welches auch in leichter Sprache zugänglich ist.

Die Frauenhäuser organisieren sich im Netzwerk der brandenburgischen Frauenhäuser. Dies stellt auf seinem Internetportal Informationsmaterial zur Verfügung, welches auch in leichter Sprache zugänglich ist.


Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind

In Brandenburg gibt es seit dem Jahr 2011 in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) eine Koordinierungs- und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Sie wird vom Verein IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin betrieben.

Das Angebot umfasst Informationen und Beratung in Deutsch, Russisch, Polnisch, Rumänisch und Englisch. Die Beraterinnen begleiten Frauen bei Behördengängen, Gerichtsverfahren, vermitteln medizinische Hilfen und helfen bei der Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten. Das Frauenministerium fördert die Arbeit pro Jahr mit über 80.000 Euro.

In Brandenburg gibt es seit dem Jahr 2011 in Königs Wusterhausen (Landkreis Dahme-Spreewald) eine Koordinierungs- und Beratungsstelle für Frauen, die von Menschenhandel betroffen sind. Sie wird vom Verein IN VIA Katholischer Verband für Mädchen- und Frauensozialarbeit für das Erzbistum Berlin betrieben.

Das Angebot umfasst Informationen und Beratung in Deutsch, Russisch, Polnisch, Rumänisch und Englisch. Die Beraterinnen begleiten Frauen bei Behördengängen, Gerichtsverfahren, vermitteln medizinische Hilfen und helfen bei der Suche nach geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten. Das Frauenministerium fördert die Arbeit pro Jahr mit über 80.000 Euro.


Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben.

Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung erhalten Betroffene Unterstützung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr in Deutsch und 17 weiteren Sprachen (Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Polnisch, Persisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch).

Betroffene werden anonym und kostenfrei beraten.

Hilfetelefon "Gewalt gegen Frauen"

Das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen" ist ein bundesweites Beratungsangebot für Frauen, die Gewalt erlebt haben oder noch erleben.

Unter der Nummer 08000 116 016 und via Online-Beratung erhalten Betroffene Unterstützung – 365 Tage im Jahr, rund um die Uhr in Deutsch und 17 weiteren Sprachen (Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Polnisch, Persisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch, Spanisch, Türkisch und Vietnamesisch).

Betroffene werden anonym und kostenfrei beraten.


Hilfetelefon „Schwangere in Not“

Hilfetelefon „Schwangere in Not“

In besonders problematischen Situationen bietet das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ unter der Rufnummer 0800 40 40 020 bundesweit kostenlos anonyme Beratung.

Das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ ist rund um die Uhr erreichbar und berät in Deutsch und in 17 weiteren Sprachen (Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch/Mandarin, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Spanisch, Türkisch, Vietnamesisch).

Informationen im Internet gibt es unter www.schwanger-und-viele-fragen.de.

Hilfetelefon „Schwangere in Not“

In besonders problematischen Situationen bietet das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ unter der Rufnummer 0800 40 40 020 bundesweit kostenlos anonyme Beratung.

Das Hilfetelefon „Schwangere in Not“ ist rund um die Uhr erreichbar und berät in Deutsch und in 17 weiteren Sprachen (Albanisch, Arabisch, Bulgarisch, Chinesisch/Mandarin, Englisch, Französisch, Italienisch, Kurdisch, Persisch, Polnisch, Portugiesisch, Rumänisch, Russisch, Serbisch/Kroatisch/Bosnisch, Spanisch, Türkisch, Vietnamesisch).

Informationen im Internet gibt es unter www.schwanger-und-viele-fragen.de.


Telefonseelsorge

Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge steht rund um die Uhr Menschen bei seelischen Problemen als Ansprechpartnerin kostenfrei zur Verfügung.

Die Telefonseelsorge ist unter den kostenlosen Rufnummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 bundesweit erreichbar, täglich rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen.

Menschen mit ihren Sorgen und Nöten finden bei der Telefonseelsorge geschulte Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die die Anonymität der Anrufenden wahren, die in aller Ruhe zuhören und die sie mit ihren Problemen ernst nehmen. Im gemeinsamen Gespräch wird versucht einen Weg aus der Krise zu finden.

Telefonseelsorge

Die Telefonseelsorge steht rund um die Uhr Menschen bei seelischen Problemen als Ansprechpartnerin kostenfrei zur Verfügung.

Die Telefonseelsorge ist unter den kostenlosen Rufnummern 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222 bundesweit erreichbar, täglich rund um die Uhr auch an Sonn- und Feiertagen.

Menschen mit ihren Sorgen und Nöten finden bei der Telefonseelsorge geschulte Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartner, die die Anonymität der Anrufenden wahren, die in aller Ruhe zuhören und die sie mit ihren Problemen ernst nehmen. Im gemeinsamen Gespräch wird versucht einen Weg aus der Krise zu finden.


Internationaler Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen

Die Vereinten Nationen haben im Jahr 1999 den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ erklärt. Der Tag erinnert an die drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 wegen ihrer politischen Aktivitäten gegen die Diktatur auf der Dominikanischen Republik nach monatelanger Verfolgung und Folter ermordet wurden.

Jedes Jahr werden am 25. November weltweit mit vielen verschiedenen Aktionen auf die gegen Frauen ausgeübte Gewalt aufmerksam gemacht.

Am 25. November 2001 ließ die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ zum ersten Mal ihre Fahnen mit der Aufschrift „NEIN zu Gewalt an Frauen – frei leben ohne Gewalt“ wehen. Begleitet wird der jährliche Aktionstag von zahlreichen Veranstaltungen.

Informationen zu den verschiedenen Aktionen im Land Brandenburg werden jedes Jahr auf dem Internet-Portal des Frauenpolitischen Rates veröffentlicht.

Die Vereinten Nationen haben im Jahr 1999 den 25. November zum „Internationalen Tag zur Beseitigung der Gewalt gegen Frauen“ erklärt. Der Tag erinnert an die drei Schwestern Mirabal, die am 25. November 1960 wegen ihrer politischen Aktivitäten gegen die Diktatur auf der Dominikanischen Republik nach monatelanger Verfolgung und Folter ermordet wurden.

Jedes Jahr werden am 25. November weltweit mit vielen verschiedenen Aktionen auf die gegen Frauen ausgeübte Gewalt aufmerksam gemacht.

Am 25. November 2001 ließ die Frauenrechtsorganisation „Terre des Femmes“ zum ersten Mal ihre Fahnen mit der Aufschrift „NEIN zu Gewalt an Frauen – frei leben ohne Gewalt“ wehen. Begleitet wird der jährliche Aktionstag von zahlreichen Veranstaltungen.

Informationen zu den verschiedenen Aktionen im Land Brandenburg werden jedes Jahr auf dem Internet-Portal des Frauenpolitischen Rates veröffentlicht.


Vergewaltigt - Was nun? Medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung
Vergewaltigt - Was nun? Medizinische Soforthilfe und vertrauliche Spurensicherung

Hilfe nach Vergewaltigung

In Brandenburg haben Opfer von Vergewaltigungen die Möglichkeit, in vier Kliniken vertraulich Spuren sichern zu lassen – ohne sofort Anzeige bei der Polizei erstatten zu müssen. Weiterlesen

In Brandenburg haben Opfer von Vergewaltigungen die Möglichkeit, in vier Kliniken vertraulich Spuren sichern zu lassen – ohne sofort Anzeige bei der Polizei erstatten zu müssen. Weiterlesen


Beratung bei Rechtsfragen, Foto: © rcfotostock / Fotolia
Beratung bei Rechtsfragen, Foto: © rcfotostock / Fotolia
Foto: © rcfotostock / Fotolia

Prostituiertenschutzgesetz

Zum 1. Juli 2017 ist in Deutschland das Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten. Damit wurden erstmals klare Regeln für die Prostitution geschaffen. Weiterlesen

Zum 1. Juli 2017 ist in Deutschland das Prostituiertenschutzgesetz in Kraft getreten. Damit wurden erstmals klare Regeln für die Prostitution geschaffen. Weiterlesen