Hauptmenü

Landesprogramm zur Kinderwunschbehandlung

Schwangere Frau betrachtet Ultraschallbilder und hält Mutterpass, Foto: © mmphoto / Fotolia

Viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Die Behandlung hat ihren Preis. Die assistierte Reproduktion hängt mit hohen Kosten zusammen, die nur teilweise und nicht in allen Fällen von den Krankenkassen übernommen werden.

In unserer Gesellschaft darf aber nicht der Geldbeutel darüber entscheiden, ob man sich eine Kinderwunschbehandlung leisten kann oder nicht. Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass jetzt auch das Land Brandenburg die Kinderwunschbehandlung finanziell unterstützt.

Schwangere Frau betrachtet Ultraschallbilder und hält Mutterpass, Foto: © mmphoto / Fotolia
Foto: © mmphoto / Fotolia

Viele Paare mit unerfülltem Kinderwunsch entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Die Behandlung hat ihren Preis. Die assistierte Reproduktion hängt mit hohen Kosten zusammen, die nur teilweise und nicht in allen Fällen von den Krankenkassen übernommen werden.

In unserer Gesellschaft darf aber nicht der Geldbeutel darüber entscheiden, ob man sich eine Kinderwunschbehandlung leisten kann oder nicht. Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass jetzt auch das Land Brandenburg die Kinderwunschbehandlung finanziell unterstützt.


Was wird gefördert und wer erhält eine Förderung?

Das Land Brandenburg gewährt gemeinsam mit dem Bund Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch.

Finanziell unterstützt werden Behandlungen im ersten bis dritten Behandlungszyklus nach Art der In-vitro-Fertilisation (IVF) und Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Förderfähig sind:
  • Ehepaare und
  • Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben. Eine nichteheliche Lebensgemeinschaft im Sinne der Bundesrichtlinie ist eine auf längere Zeit und Dauer angelegte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau, die keine weitere Lebensgemeinschaft zulässt und sich durch eine innere Bindung auszeichnet. Sie ist dann anzunehmen, wenn die unverheiratete Frau mit dem unverheirateten Mann in einer festgefügten Partnerschaft zusammenlebt und dieser die Vaterschaft an dem so gezeugten Kind anerkennt.
Antragsvoraussetzungen:
  • die Paare müssen ihren Hauptwohnsitz im Land Brandenburg haben
  • eine im Land Brandenburg oder in einem anderen Bundesland zugelassene reproduktionsmedizinische Einrichtung nutzen und die weiteren Voraussetzungen nach § 27a SGB V erfüllen:
  • ärztliche Feststellung der Unfruchtbarkeit
  • attestierte Erfolgsaussicht der Kinderwunschbehandlung
  • ausschließliche Verwendung von Ei- und Samenzellen der Partner (homologe Befruchtung)
  • vorherige medizinische wie psychosoziale Beratung
  • Alter der Frau zwischen 25 und 40, Alter des Mannes zwischen 25 und 50 Jahren

Das Land Brandenburg gewährt gemeinsam mit dem Bund Zuwendungen zur Förderung von Maßnahmen der assistierten Reproduktion für Paare mit unerfülltem Kinderwunsch.

Finanziell unterstützt werden Behandlungen im ersten bis dritten Behandlungszyklus nach Art der In-vitro-Fertilisation (IVF) und Intrazytoplasmatische Spermieninjektion (ICSI).

Förderfähig sind:
  • Ehepaare und
  • Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben. Eine nichteheliche Lebensgemeinschaft im Sinne der Bundesrichtlinie ist eine auf längere Zeit und Dauer angelegte Lebensgemeinschaft zwischen Mann und Frau, die keine weitere Lebensgemeinschaft zulässt und sich durch eine innere Bindung auszeichnet. Sie ist dann anzunehmen, wenn die unverheiratete Frau mit dem unverheirateten Mann in einer festgefügten Partnerschaft zusammenlebt und dieser die Vaterschaft an dem so gezeugten Kind anerkennt.
Antragsvoraussetzungen:
  • die Paare müssen ihren Hauptwohnsitz im Land Brandenburg haben
  • eine im Land Brandenburg oder in einem anderen Bundesland zugelassene reproduktionsmedizinische Einrichtung nutzen und die weiteren Voraussetzungen nach § 27a SGB V erfüllen:
  • ärztliche Feststellung der Unfruchtbarkeit
  • attestierte Erfolgsaussicht der Kinderwunschbehandlung
  • ausschließliche Verwendung von Ei- und Samenzellen der Partner (homologe Befruchtung)
  • vorherige medizinische wie psychosoziale Beratung
  • Alter der Frau zwischen 25 und 40, Alter des Mannes zwischen 25 und 50 Jahren

Wie hoch ist die Förderung?

Die Förderhöhe für Ehepaare und für Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, beträgt maximal 50 Prozent des verbleibenden Eigenanteils (nach Abrechnung mit den Krankenkassen und / oder ggf. Beihilfestellen).

Die Förderhöchstbeträge liegen für

1. Ehepaare für den ersten bis dritten Behandlungszyklus:

a) IVF-Behandlung bis zu 800,- Euro des Eigenanteils
b) ICSI-Behandlung bis zu 900,- Euro des Eigenanteils

 

2. Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, für den ersten bis dritten Behandlungszyklus:

a) IVF-Behandlung bis zu 2.290,- Euro des Eigenanteils
b) ICSI-Behandlung bis zu 3.225,- Euro des Eigenanteils

 

Hinweis: Die Höchstbeträge für Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, sind deutlich höher. Sie orientieren sich am Selbstkostenanteil dieser Paare, der deutlich höher ist, da die gesetzliche Krankversicherung die Kosten lediglich für Ehepaare übernimmt. Das Land Brandenburg ist um Gleichstellung der Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, bemüht und gewährleistet durch einen erhöhten Förderbeitrag, dass allen Paaren eine anteilig gleiche Förderung von 50 Prozent des Selbstkostenanteils zugewendet wird.

Die Förderhöhe für Ehepaare und für Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, beträgt maximal 50 Prozent des verbleibenden Eigenanteils (nach Abrechnung mit den Krankenkassen und / oder ggf. Beihilfestellen).

Die Förderhöchstbeträge liegen für

1. Ehepaare für den ersten bis dritten Behandlungszyklus:

a) IVF-Behandlung bis zu 800,- Euro des Eigenanteils
b) ICSI-Behandlung bis zu 900,- Euro des Eigenanteils

 

2. Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, für den ersten bis dritten Behandlungszyklus:

a) IVF-Behandlung bis zu 2.290,- Euro des Eigenanteils
b) ICSI-Behandlung bis zu 3.225,- Euro des Eigenanteils

 

Hinweis: Die Höchstbeträge für Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, sind deutlich höher. Sie orientieren sich am Selbstkostenanteil dieser Paare, der deutlich höher ist, da die gesetzliche Krankversicherung die Kosten lediglich für Ehepaare übernimmt. Das Land Brandenburg ist um Gleichstellung der Paare, die in einer nichtehelichen Lebensgemeinschaft leben, bemüht und gewährleistet durch einen erhöhten Förderbeitrag, dass allen Paaren eine anteilig gleiche Förderung von 50 Prozent des Selbstkostenanteils zugewendet wird.


Was ist bei der Antragstellung zu beachten?

Für jeden Behandlungszyklus ist die Gewährung der Zuwendung gesondert beim Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), Dezernat 53, Lipezker Straße 45, Haus 5, 03048 Cottbus zu beantragen. Das Antragsformular ist online verfügbar unter https://lasv.brandenburg.de.

Erst nach Bewilligung kann mit der Behandlung begonnen werden.

Nach Beendigung des jeweiligen Behandlungszyklus sind alle Rechnungen der Reproduktionseinrichtung sowie weitere mit der Behandlung verbundene Quittungen oder Belege zusammen mit dem Auszahlungsantrag (online verfügbar unter https://lasv.brandenburg.de) beim LASV einzureichen.

Ein gesetzlicher Leistungsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung für die künstliche Befruchtung besteht nicht. Es handelt sich um eine ergänzende Bezuschussung und das LASV entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Die Zuwendung ist im Hinblick auf andere Erstattungsleistungen nachrangig und erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilfinanzierung. Das bedeutet, soweit von dritter Seite (zum Beispiel durch Leistungen der Krankenkassen) eine Kostenerstattung zu 100 Prozent gegeben ist, kommt ein Landes- oder Bundeszuschuss nicht mehr in Betracht. Dies gilt auch für die Fälle, in denen die Krankenkassen eine getrennte Aufteilung der Kostenerstattung anbieten: zunächst im Rahmen der gesetzlichen Pflichtleistung und später nach der Landes- und Bundesförderung als nachgelagerte freiwillige Zusatzleistung.

Für jeden Behandlungszyklus ist die Gewährung der Zuwendung gesondert beim Landesamt für Soziales und Versorgung (LASV), Dezernat 53, Lipezker Straße 45, Haus 5, 03048 Cottbus zu beantragen. Das Antragsformular ist online verfügbar unter https://lasv.brandenburg.de.

Erst nach Bewilligung kann mit der Behandlung begonnen werden.

Nach Beendigung des jeweiligen Behandlungszyklus sind alle Rechnungen der Reproduktionseinrichtung sowie weitere mit der Behandlung verbundene Quittungen oder Belege zusammen mit dem Auszahlungsantrag (online verfügbar unter https://lasv.brandenburg.de) beim LASV einzureichen.

Ein gesetzlicher Leistungsanspruch auf Gewährung einer Zuwendung für die künstliche Befruchtung besteht nicht. Es handelt sich um eine ergänzende Bezuschussung und das LASV entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen im Rahmen der verfügbaren Haushaltsmittel.

Die Zuwendung ist im Hinblick auf andere Erstattungsleistungen nachrangig und erfolgt als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form einer Anteilfinanzierung. Das bedeutet, soweit von dritter Seite (zum Beispiel durch Leistungen der Krankenkassen) eine Kostenerstattung zu 100 Prozent gegeben ist, kommt ein Landes- oder Bundeszuschuss nicht mehr in Betracht. Dies gilt auch für die Fälle, in denen die Krankenkassen eine getrennte Aufteilung der Kostenerstattung anbieten: zunächst im Rahmen der gesetzlichen Pflichtleistung und später nach der Landes- und Bundesförderung als nachgelagerte freiwillige Zusatzleistung.



Publikation: Landesprogramm zur Kinderwunschbehandlung

Titel der Broschüre: Landesprogramm zur Kinderwunschbehandlung