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Newsletter Nr. 3 (06/2017)

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,

das Land Brandenburg hat sich gemeinsam mit den Sozialpartnern DGB und UVB, den Handwerkskammern, den Industrie- und Handelskammern und der LIGA der Freien Wohlfahrtspflege sowie der Regionaldirektion Berlin-Brandenburg der Bundesagentur für Arbeit auf den Weg gemacht, die Grundlagen für eine faire, fortschrittliche Arbeitswelt in Brandenburg zu schaffen.

Klar ist: die Arbeitswelt ist nicht statisch, sondern dynamisch und wird insbesondere durch technologische Entwicklungen angetrieben. Der aktuelle Wandel der Arbeitswelt im Zuge der Digitalisierung fordert auch Brandenburg und die Brandenburger Betriebe heraus: Wie kann die Gestaltung Guter digitaler Arbeit gelingen? Welche neuen (und alten) Herausforderungen stellen sich und welche arbeitspolitischen Schritte könnten förderlich sein? Zur Diskussion dieser Fragen wird auf die Konferenz „Arbeit 4.0 in Brandenburg“ am 12. Juli in Potsdam hingewiesen. Da die Gestaltung der Digitalisierung ein vereinbartes Ziel im Programm des Brandenburger Bündnisses für Gute Arbeit darstellt, sollen inhaltliche Erkenntnisse der Konferenz auch in dessen Arbeit einfließen. 

Der Newsletter berichtet über die aktuelle Arbeit der Gremien des Bündnisses, über wichtige Aktivitäten und gibt einen Ausblick auf die zweite Jahreshälfte 2017.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Friederike Haase
Leiterin der Abteilung Arbeit, Qualifizierung und Fachkräfte
Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie (MASGF

 

1. Neuigkeiten aus den Gremien

Brandenburger Sozialpartnerdialog

Am 28. März fand sich der Brandenburger Sozialpartnerdialog zu seiner ersten Sitzung im Jahr 2017 zusammen. Schwerpunkte waren die Umsetzung der Brandenburger Sozialpartnerrichtlinie und die Aktivitäten des Landes zum Themenkomplex Digitalisierung.

Aus der ersten Antragsrunde der Sozialpartnerrichtlinie sind sieben bewilligte Projekte erwachsen, die ihre Arbeit aufgenommen haben. Die Projekte sind in unterschiedlichen Branchen tätig, u.a. Kunststoff, Chemie, Hotel- und Gaststättengewerbe, Logistik sowie Metall- und Elektro und dies in unterschiedlichen Regionen Brandenburgs. Anträge zur zweiten Antragsrunde konnten ab dem 27. März gestellt werden.

Zum Themenkomplex Digitalisierung berichtete die Wirtschaftsförderung Brandenburg (WFBB) über die aktuellen Ergebnisse einer explorativen Studie „Wirtschaft 4.0 in Brandenburg“ (Vorstudie), die die Grundlage für eine breit angelegte Untersuchung zu „Arbeit 4.0 in Brandenburg“ bilden. Das MASGF verweist auf die oben bereits genannte Konferenz am 12. Juli 2017. Von Seiten des Wirtschaftsministeriums wird die Digitalisierungsstrategie des Hauses im Sinne eines Handlungsrahmens „Digitale Wirtschaft Brandenburg – Wirtschaft 4.0“ für das Land Brandenburg im Rahmen der Industriekonferenz am 19. Juli vorgestellt. Die Vertreter des Landes laden zu einem partizipativen Entwicklungsprozess gemeinsam mit den Partnern ein.

Sitzung des Beirates der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (RD der BA)

Die Sitzung des Beirates am 15. März 2017 stand im Zeichen der Bekämpfung von Langzeitarbeitslosigkeit und der Arbeitsmarktintegration geflüchteter Menschen. Dabei wurden die Unterschiede in der Betroffenheit der Länder Berlin und Brandenburg bei Langzeitarbeitslosigkeit in den Blick genommen. Herausgestellt wurde insbesondere die Heterogenität der Lebenslagen langzeitarbeitsloser Menschen, die von Alter, eingeschränkter Mobilität über fehlende Qualifikation bis hin zu Sprachdefiziten und gesundheitlichen Einschränkungen reichen. Hinsichtlich der Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten konnte konstatiert werden, dass das Übergabemanagement zwischen den Rechtskreisen zunehmend besser funktioniert. Für die Maßnahmen zur Integration in Ausbildung und Arbeit muss Qualität vor Quantität gehen. Die Hälfte der Geflüchteten strebt eine schnelle Arbeitsaufnahme oftmals im Helferbereich an.

AK Arbeit und Gesundheit

Der Arbeitskreis tagte am 21. März 2017 kurz nach der wenige Tage zuvor erfolgten Unterzeichnung der Landesrahmenvereinbarung zur Umsetzung des Präventionsgesetzes im Land Brandenburg. Die wesentlichen Inhalte dieser Vereinbarung wurden den Vertretungen der Sozialpartner sowie der im Arbeitskreis vertretenen Krankenkassen, Unfallversicherungsträger, Rentenversicherungsträger, der Bundesagentur für Arbeit, der Handwerks- sowie Industrie- und Handelskammern im Land sowie der Wissenschaft vorgestellt. Danach wird das in den Bundesrahmenempfehlungen definierte Ziel „Gesund leben und arbeiten“ bezogen auf die Arbeitswelt im Land Brandenburg durch den Arbeitskreis „Arbeit und Gesundheit“ beim MASGF bearbeitet. Die Beteiligten streben an, diesen Arbeitskreis zu einem Gesundheitszieleprozess für die Arbeitswelt im Land Brandenburg weiter zu entwickeln. Dabei sind die Ziele und die Arbeitsprogramme der gemeinsamen deutschen Arbeitsschutzstrategie (GDA) zu berücksichtigen.

Es erfolgte eine intensive Diskussion zur Umsetzung dieser Zielstellung. Insbesondere wurde über Möglichkeiten einer stärkeren Koordination von Aktivitäten im Bereich der betrieblichen Gesundheitsförderung durch die beteiligten Institutionen im Land gesprochen. Angebote sollten insbesondere kleine und mittlere Betriebe erreichen, da in diesen Bereichen noch viel zu wenige Betriebe aktiv sind. Es wurde verabredet, zunächst in einer kleineren Gruppe  diesbezügliche Möglichkeiten und Ansätze in einem Papier darzustellen und dann im Arbeitskreis weiter zu besprechen.

Konkret verabredet wurde eine gemeinsame Fachtagung „Arbeit trifft Psyche: Belastungen reduzieren – Ressourcen entwickeln“ am 12. Oktober 2017, die von einer Projektgruppe aus dem Gremium heraus vorbereitet wird. Als weiterer Tagesordnungspunkt erfolgte eine Vorstellung des Clusters Gesundheitswirtschaft Berlin-Brandenburg (Health Capital). Eines der Handlungsfelder dieses Clusters ist der Thematik Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitstourismus gewidmet, woraus sich Anknüpfungspunkte für eine punktuelle Zusammenarbeit ergeben.

2. Aktuelle gemeinsame Aktivitäten

Brandenburgischer Ausbildungspreis 2017

Seit dem 13. Juni 2017 können sich Unternehmen im Land Brandenburg für den „Brandenburgischen Ausbildungspreis 2017“ bewerben. Arbeitsministerin Diana Golze ruft alle engagierten Ausbildungsbetriebe auf, ihre Bewerbung bis zum 31. Juli 2017 einzureichen. Der Wettbewerb wird bereits zum 13. Mal ausgeschrieben. In diesem Jahr werden zehn Preise vergeben. Das Preisgeld beträgt jeweils 1.000 Euro. Die Verleihung findet am 9. Oktober 2017 in der Staatskanzlei in Potsdam statt.

Gesucht werden Betriebe, die sich zum Beispiel durch Qualität und Kontinuität in der Ausbildung auszeichnen, innovative Ausbildungselemente nutzen, sich ehrenamtlich engagieren oder benachteiligten Jugendlichen mit entsprechender Unterstützung eine Ausbildung ermöglichen. Der Ausbildungspreis 2017 wird in zehn Kategorien verliehen, darunter für das Engagement in der Ausbildung von jungen Menschen mit Behinderung und für besonderes interkulturelles Engagement. Der Bewerbungsbogen ist im Internet unter www.ausbildungskonsens-brandenburg.de eingestellt.

Der Preis wird mit Mitteln aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert. Im vergangenen Jahr haben sich 80 Unternehmen am Wettbewerb beteiligt. Um auch in diesem Jahr gute Ausbildungspraxis in Brandenburg sichtbar zu machen, bitten wir um Unterstützung bei der Bekanntmachung des Wettbewerbs. Wie wir wissen, hat insbesondere die persönliche Ansprache der Ausbildungsbetriebe einen hohen Aufforderungscharakter.

Ausblick: Nächste Sitzungstermine der Gremien

  • Brandenburger Sozialpartnerdialog am 20. Juli 2017
  • Sitzung des „Brandenburger Bündnis für Gute Arbeit“ am 21. September 2017
  • Bündnis für Fachkräftesicherung am 5. Dezember 2017

Save-the-Date in 2017: 

  • Konferenz „Arbeit 4.0 in Brandenburg“ am 12. Juli 2017
  • Industriekonferenz Brandenburg 2017 „Industrie Brandenburg und die Herausforderung der Digitalisierung“ am 19. Juli 2017
  • Festveranstaltung „25 Jahre ESF in Brandenburg“ am 6. September 2017
  • Start der Ausbildungskampagne „Brandenburg will Dich! Hier hat Ausbildung Zukunft.“ zu Beginn des Ausbildungsjahres 2017/2018 im September
  • Fachtagung „Arbeit trifft Psyche, Belastungen reduzieren – Ressourcen entwickeln“  am 12. Oktober 2017
  • 7. Brandenburger Betriebsrätekonferenz am 8. November 2017

 

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